In Deutschland wird immer noch größtenteils mit Erdgas und Öl geheizt, doch haben die letzten Monate gezeigt, dass die Akzeptanz für Wärme aus erneuerbaren Quellen stetig steigt. Und das ist auch gut so.

Neben dem Heizen mit Solarthermie, Infrarotheizungen oder auch Pellets ist die elektrische Wärmepumpe eine vielversprechende Alternative, die entgegen anderslautender Vorurteile, auch oft in Bestandsgebäuden eingesetzt werden kann.

Das Ergebnis einer bundesweiten Analyse hat ergeben, dass in Deutschland bei drei von vier Wohngebäuden moderne Wärmepumpen mit den Technologien Luft, Erdkollektor, Erdsonden oder Solar-Eisspeicher sinnvoll zum Heizen eingesetzt werden könnten.

Die Wärmepumpen-Ampel

Die Wärmepumpen-Ampel vom FFE

Die Wärmepumpen-Ampel (Externer Link) ist eine interaktive Karte, die Eigentümer*innen von Wohngebäuden online und deutschlandweit die Möglichkeit bietet, das Potenzial ihres Gebäudes für eine Wärmepumpen-Technologie zu prüfen.

Die FfE (Externer Link) hat dafür rund 17 Millionen der insgesamt 19 Millionen Wohngebäude in Deutschland mithilfe von Algorithmen für die verschiedenen Wärmepumpen-Technologien analysiert. Die interaktive Karte mit Postleitzahlen-Suche zeigt die wahrscheinliche Eignung von Wohngebäuden in Deutschland für Wärmepumpen auf. Dabei werden die Häuser je nach Eignung in den verschiedenen Ampelfarben dargestellt.

Das Modell wurde ausschließlich auf Basis frei verfügbarer Daten ermittelt. Das Kartenmaterial basiert auf der OpenStreetMap, die Bewertung der Gebäude wurde 2022 durchgeführt. Diese Erhebung leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Zukunftsszenarien.

Die Wärmepumpen-Ampel soll einen Anstoß geben, um sich tiefer mit dem Thema Wärmepumpen in Wohngebäuden auseinanderzusetzen. Sie bietet Eigentümer*innen von Wohngebäuden die Möglichkeit, sich eigenständig mit den lokalen Gegebenheiten auseinanderzusetzen.

Es sei noch einmal darauf hingewiesen: Die Ergebnisse der Wärmepumpen-Ampel basieren auf Modellen und sollen in keinem Fall eine Fachberatung ersetzen. Ganz im Gegenteil. Sie sollen dazu ermutigen, sich selbstständig zu informieren, um dann mit einem Fachberater vor Ort den möglichen Einsatz einer Wärmepumpe endgültig zu prüfen und umzusetzen.

Quelle Grafik und Text: FfE